Der Dünkelsmarcksche Press-Schwamm

Die Filmbranche mag ja ein Bereich sein, dessen Protagonisten sich ganz besonders ungeniert als Offenbarer der nationalen Seele produzieren – aber was da Ende letzten Jahres in der Neuen Nationalgalerie aufgeführt wurde, hätte immer noch glatt als Satire durchgehen können. Florian Henkel von Donnersmarck spricht „Über das Deutsche im Filmemachen“.

dünkelsmark – deutsche startbedingungen

Ich bin mir sicher, er glaubt selbst nicht, was er da erzählt. Und er erzählt es einem Publikum, das es ihm natürlich auch nicht glaubt, aber fein perlend zu applaudieren versteht. Was unter diesen Umständen tatsächlich beklatscht wird, ist die „Feinsinnigkeit“, mit der der vielversprechende junge Graf es versteht, die Agenda des Projekts Kulturnation Deutschland in eine Erzählung über das Filmemachen zu übersetzen. Dass er sich selbst dabei ganz nebenbei zum deutschesten aller kommenden Filmemacher profiliert, wird wohlwollend zur Kenntnis genommen. Denn: Einer muss den Job ja machen.

Bonustrack: „Verdichteter Schwamm vs. sozialer Realismus“

dünkelsmark – sozusagen kunst

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