Antinationale Banden in die Kulturlandschaft!

Samstag, 14.11.2009, 16 bis 18 Uhr
Rosa Perutz auf der Tagung Überleben in den »Creative Industries«, organsiert von der Rosa Luxemburg Stiftung

Creative Industries, Kreativ Bastelworkshop, Create Berlin, Creativ
Discount, CreativZeitarbeit, Kreativwirtschaft Deutschland, Creative Class
-CUT. Wer ist dieses WIR der Kreativen? Welcher Auftrag wird mit diesem WIR
übernommen und in wessen Namen? Wie verhält sich dieses WIR zu den
Produktionsbedingungen der Kultur und Kunst in der kapitalistischen
Gesellschaft? Die durch den „Kreativfaktor” intensivierten und
verinnerlichten Produktionsbedingungen der Kultur und Kunst auf dem Markt
sind mit Schlagwörtern wie Prekarisierung und Neoliberalisierung in der
Vergangenheit zu recht zum Ziel des Angriffes von Kulturproduzentinnen
geworden. Die staatliche und nationale Förderung und ihre Institutionen
hingegen sind eher zu einem freundlichen Begleiter der eigenen Emanzipation
idealisiert oder als kleineres Übel banalisiert worden. Wie verhält sich der
Staat zu den vielen creative industries? Wo verortet die staatliche Politik
ihre Kulturproduzenten und wofür werden sie eingespannt? Ist Kreativität
Ausdruck einer widerständigen Praxis, oder bloß Innovationsfaktor für die
nationale Marke? Antizipiert eine globalisierte „Kreativ”wirtschaft die
Auflösung von Staat und Nation oder spielt diese nicht gerade eine
herausragende Rolle in der Renaissance von Nationen und Nationalismus?

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